Resume

 

Der Momentum-Kongress 2025 fand von 16. bis 19. Oktober in Ossiach statt und stand unter dem Generalthema „Wohlstand“. Rund 200 Teilnehmer:innen aus Wissenschaft, Politik und Praxis kamen zusammen, um zentrale Fragen sozialer und wirtschaftlicher Entwicklung zu diskutieren.
Die Eröffnungsrede hielt Barbara Blaha.  Für einen besonderen Freitagabend sorgte Teresa Hozza mit ihrem Kabarettprogramm „Tagada“. Beim Ideenforum am Samstag wurden zentrale Erkenntnisse gebündelt und gemeinsam weitergedacht. Den Abschluss bildete am Sonntag der traditionelle Kongressbrunch an Bord eines Schiffs am Ossiacher See.

Tracks

Track #1: Welcher Wohlstand braucht welche Bildung?

Trackmoderation: Magdalena Berger, Trackmoderation: Sophie Lehner

Hier findest du den Ablauf.

/ Wie muss eine Schul- und Bildungspolitik aussehen, die Bildungskapital gerecht(er) verteilt?
/ Welche Bildungspolitik könnte das Versprechen zum sozialen Aufstieg einlösen?
/ Digitalisierung, Automatisierung und KI: Wie sichert Bildung in Zukunft unseren Wohlstand?

Track #2: Wohlstand durch und abseits von Arbeit

Trackmoderation: Michaela Neumann, Trackmoderation: Clara Schäper

Hier findest du den Ablauf. 

/ Wie trägt eine Arbeitszeitverkürzung zu gesteigertem Wohlstand für alle bei?
/ Welche Maßnahmen braucht es, um Pflege- und Sorgearbeit so aufzuwerten, dass ihre gesellschaftliche und wirtschaftliche Bedeutung sichtbar wird?
/ Wie verändert sich der Wert der Arbeit im Kontext von technologischen Fortschritten und steigender Ungleichheit?
 

Track #3: Sozialstaat und Daseinsvorsorge: Der Wohlstand der Vielen

Trackmoderation: Emma Dowling, Trackmoderation: Leonhard Plank

Hier findest du den Ablauf. 

/ Was leistet unser Sozialstaat schon heute, wie sieht der Sozialstaat von morgen aus?
/ Welche Rolle spielen öffentliche (Infra-) Strukturen beim Aufbau von Wohlstand?
/ Wie kann garantiert werden, dass öffentliches Eigentum im öffentlichen Interesse eingesetzt wird? 
 

Track #4: Intaktes Klima und Umwelt: Die Grundlage für Wohlstand

Trackmoderation: Alina Brad, Trackmoderation: Gabriel Eyselein

Hier findest du den Ablauf. 

/ Wie kann eine möglichst breite Teilhabe an einer intakten Umwelt, an grünen Erholungs-, Wohn- und Freizeiträumen sichergestellt werden? 
/ Welche Maßnahmen braucht es für eine faire Anpassung an die Klimakrise?
/ Wie können wir die Biodiversitäts- und Klimakrise schneller und sozial gerecht eindämmen?
 

Track #5: Wohlstand organisieren: innerhalb und außerhalb von Organisationen

Trackmoderation: Alice Neusiedler, Trackmoderation: Georg Feigl

Hier findest du den Ablauf. 

/ Wie organisieren wir die Produktion und Verteilung von Wohlstand unter Berücksichtigung der Interessen der Vielen?
/ Wo liegen Stärken und Schwächen, Potenziale und Herausforderungen von partizipativer Organisation und Vergesellschaftung in der Praxis?
/ Wie organisieren wir soziale Kämpfe im Zusammenspiel aus sozialen Bewegungen, Gewerkschaften, Parteien und dem Aktivismus von Einzelnen?
 

Track #6: Wohlstand gerechter verteilen

Trackmoderation: Mattias Muckenhuber, Trackmoderation: Barbara Schuster

Hier findest du den Ablauf. 

/ Welche Maßnahmen helfen, um Einkommen und Vermögen gerechter zu verteilen - sowohl in der Sphäre der Wirtschaft als auch im staatlichen Bereich? 
/ Wie kann eine nachhaltige und gerechte Verteilung von (auch: ökologischen) Ressourcen sichergestellt werden?
/ Helfen uns neue Daten und Analysemethoden dabei, den Weg zu einer gerechteren Verteilung des Wohlstands zu beschreiten?
 

Track #7: Digitale Technologien, Medien und Demokratie

Dieser Track findet leider nicht statt. 


/ Was sind die technologischen Fundamente von Wohlstand und wie lassen sie sich gestalten und steuern?
/ Wie verändert sich Wohlstand durch digitale Technologien und Plattform(ökonomi)en – in Arbeit und Freizeit?
/ Wie verhalten sich Technologie und Demokratie im Zeitalter von algorithmischer Aufmerksamkeitssteuerung und KI?
 

Track #8: Was ist Wohlstand?

Trackmoderation: Lisa Hanzl, Trackmoderation: Andreas Exenberger

Hier findest du den Ablauf.

/ Welche Definitionen und Konzepte von sozialem Wohlstand finden sich in der Geschichte des ökonomischen und politischen Denkens?
/ Wie kann man sozialen Wohlstand sinnvoll messen und was unterscheidet etablierte Ansätze von alternativen Konzepten?
/ Welche menschlichen Bedürfnisse sind besonders grundlegend, um ein “gutes Leben” für möglichst viele Personen und Generationen zu ermöglichen?
 

Track #9: Global gedacht: Wer zahlt für unseren Wohlstand?

Trackmoderation: Karin Fischer, Trackmoderation: Eva-Maria Muschik

Hier findest du den Ablauf.

/ In welcher Form bestehen Herrschafts- und Ausbeutungsverhältnisse zwischen Globalem Norden und Globalem Süden auch heute noch fort?
/ Welche wirtschaftspolitischen Maßnahmen und Regelungen bringen mehr globale Gerechtigkeit, wer treibt sie voran und wer verhindert sie?
/ Was sind die größten Herausforderungen, was die größten Chancen für mehr internationale Solidarität in den nächsten Jahren?
 

Track #10: Kulturen des Wohlstands und des Mangels

Dieser Track findet leider nicht statt. 

/ Macht Not historisch betrachtet tatsächlich erfinderisch und Wohlstand faul und träge? Wie beeinflussten Wohlstand und Armut in der Vergangenheit gesellschaftliches Denken und Handeln?
/ Götze, Fetisch, Beweis der Gottesgnade: Wie wurde und wird Wohlstand inszeniert, ethisch gerechtfertigt, und kritisiert?
/ “... und der Arme sagte bleich: Wär ich nicht arm, wärst Du nicht reich”.Klassengegensätze als Ansatz, um historische Gesellschaften und ihre Kunst und Kultur zu verstehen. 
 

PreConferences

Workshop 1: Momentum Young Research

Für viele Teilnehmer:innen ist der Momentum Kongress bzw. eine Veröffentlichung in der Zeitschrift Momentum Quarterly ein erster Einstieg in wissenschaftliches Arbeiten unter professionellen Bedingungen. Wie in anderen Feldern auch, gibt es in der Wissenschaft eine Vielzahl an ungeschriebenen Regeln und Konventionen, die zu kennen hilfreich ist – und zwar gerade auch dann, wenn man ihnen eher kritisch gegenüber steht. Der Preconference-Workshop „Momentum Young Research“ soll den Einstieg in wissenschaftliches Arbeiten im Rahmen eines strukturierten Erfahrungsaustauschs mit etablierteren Wissenschafter:innen unterstützen. Im Vordergrund steht die Diskussion von Fragen wie die Folgenden:

  • Wie funktioniert ein Begutachtungsprozess bei wissenschaftlichen Zeitschriften?
  • Worauf kommt es beim Verfassen von wissenschaftlichen Artikeln an?
  • Welche Publikationsstrategie ist zu Beginn einer wissenschaftlichen Laufbahn empfehlenswert?
  • Was sind die Vor- und Nachteile strukturierter Doktorand:innenprogramme bzw. einer Lehrstuhlpromotion?
  • Welche Bedeutung haben Forschungskonferenzen und worauf gilt es bei ihnen zu achten?
  • Welche Möglichkeiten für die Finanzierung von Forschungsvorhaben gibt es?

Zu Beginn des Workshops sollen weitere Fragen gesammelt und dann gemeinsam Schwerpunkte für den Erfahrungsaustausch festgelegt werden. Der Workshop richtet sich vor allem an Teilnehmer:innen, die am Anfang einer wissenschaftlichen Laufbahn stehen oder sich eine solche zumindest vorstellen können.

Workshop 2: Diversity Backlash: Politischer Spin, legitime Kritik – oder beides?

Pre-Conference Workshop zur Entwicklung zivilgesellschaftlicher, politischer und organisationaler Strategien
 
In Debatten rund um Diversitäts- und Gleichstellungspolitik ist in spätestens seit dem Amtsantritt von Donald Trump von einem „Backlash“ die Rede – von einem massiven Gegenwind, der Fortschritte bedroht. Doch ist dieser Backlash tatsächlich Realität, oder handelt es sich um ein strategisches Framing von Akteuren, die Vielfalt gezielt delegitimieren wollen? Blickt man genauer hin, zeigt sich: Die rechtlichen Grundlagen sind in Europa unverändert – und auch in den USA gelten noch Antidiskriminierungsgesetze. Auch die Einstellungen in der Bevölkerung sind erstaunlich stabil geblieben. Was sich jedoch verändert hat, ist die Lautstärke und Sichtbarkeit rechter und konservativer Stimmen, die das Narrativ vom Backlash geschickt einsetzen, um Diskurse zu verschieben. Gleichzeitig stellt sich die Frage, welche legitime Kritik an Strategien und Maßnahmen im Backlash transportiert werden, die im Sinne einer pluralistischen Debatte aufgegriffen werden müssen.
 
Im Workshop sollen dementsprechend zivilgesellschaftliche, politische und organisationale Strategien entwickelt werden, wie Gleichstellungsarbeit, Chancengerechtigkeit und Diversität vor diesem Hintergrund fortgeführt und weiterentwickelt werden können bzw. müssen.