Workshop 1: Momentum Young Research
Für viele Teilnehmer:innen ist der Momentum Kongress bzw. eine Veröffentlichung in der Zeitschrift Momentum Quarterly ein erster Einstieg in wissenschaftliches Arbeiten unter professionellen Bedingungen. Wie in anderen Feldern auch, gibt es in der Wissenschaft eine Vielzahl an ungeschriebenen Regeln und Konventionen, die zu kennen hilfreich ist – und zwar gerade auch dann, wenn man ihnen eher kritisch gegenüber steht. Der Preconference-Workshop „Momentum Young Research“ soll den Einstieg in wissenschaftliches Arbeiten im Rahmen eines strukturierten Erfahrungsaustauschs mit etablierteren Wissenschafter:innen unterstützen. Im Vordergrund steht die Diskussion von Fragen wie die Folgenden:
Wie funktioniert ein Begutachtungsprozess bei wissenschaftlichen Zeitschriften?
Worauf kommt es beim Verfassen von wissenschaftlichen Artikeln an?
Welche Publikationsstrategie ist zu Beginn einer wissenschaftlichen Laufbahn empfehlenswert?
Was sind die Vor- und Nachteile strukturierter Doktorand:innenprogramme bzw. einer Lehrstuhlpromotion?
Welche Bedeutung haben Forschungskonferenzen und worauf gilt es bei ihnen zu achten?
Welche Möglichkeiten für die Finanzierung von Forschungsvorhaben gibt es?
…
Zu Beginn des Workshops sollen weitere Fragen gesammelt und dann gemeinsam Schwerpunkte für den Erfahrungsaustausch festgelegt werden. Der Workshop richtet sich vor allem an Teilnehmer:innen, die am Anfang einer wissenschaftlichen Laufbahn stehen oder sich eine solche zumindest vorstellen können.
Workshop 2: Diversity Backlash: Politischer Spin, legitime Kritik – oder beides?
Pre-Conference Workshop zur Entwicklung zivilgesellschaftlicher, politischer und organisationaler Strategien
In Debatten rund um Diversitäts- und Gleichstellungspolitik ist in spätestens seit dem Amtsantritt von Donald Trump von einem „Backlash“ die Rede – von einem massiven Gegenwind, der Fortschritte bedroht. Doch ist dieser Backlash tatsächlich Realität, oder handelt es sich um ein strategisches Framing von Akteuren, die Vielfalt gezielt delegitimieren wollen? Blickt man genauer hin, zeigt sich: Die rechtlichen Grundlagen sind in Europa unverändert – und auch in den USA gelten noch Antidiskriminierungsgesetze. Auch die Einstellungen in der Bevölkerung sind erstaunlich stabil geblieben. Was sich jedoch verändert hat, ist die Lautstärke und Sichtbarkeit rechter und konservativer Stimmen, die das Narrativ vom Backlash geschickt einsetzen, um Diskurse zu verschieben. Gleichzeitig stellt sich die Frage, welche legitime Kritik an Strategien und Maßnahmen im Backlash transportiert werden, die im Sinne einer pluralistischen Debatte aufgegriffen werden müssen.
Im Workshop sollen dementsprechend zivilgesellschaftliche, politische und organisationale Strategien entwickelt werden, wie Gleichstellungsarbeit, Chancengerechtigkeit und Diversität vor diesem Hintergrund fortgeführt und weiterentwickelt werden können bzw. müssen.